femmestyle Schönheitschirurgie

Schönheit im Wandel der Zeit

Schönheit im Wandel der Zeit

Schönheit im Wandel der Zeit


Schönheit im Wandel der Zeit

Manche werden es vielleicht für übertrieben halten, aber schon zu der Zeit als der Mensch das aufrechte Laufen erlernte bildete sich ein Verhalten, welches in Abwandlung heutiger Begriffe als Vorläufer eines „Schönheitsideals“ gelten darf.

Freilich mit einem etwas anderen Hintergrund.
Ein aufreizender Duft, weit ausladende Hüften und nicht zuletzt eine üppige Fettschicht und schon hatte der Ur-Mann seine optimale Partnerin gefunden.
Ziel dieser Gemeinschaften war eine erfolgreiche Fortpflanzung.
Der Arterhalt stand an oberster Stelle und somit waren Prioritäten definiert die mit heutigen europäischen Idealen nichts mehr verbindet.
Wohlgemerkt mit europäischen, aber dazu später mehr.
Der Übergang von den rein funktionellen zu den optischen Idealen wurde erst möglich, als es nicht mehr notwendig war ums tägliche Überleben kämpfen zu müssen.
Voraussetzung dafür war eine regelmäßige Versorgung mit qualitativ hochwertiger Ernährung.
Und die gab es erst relativ spät in unserer Zeitgeschichte.
Wir können also getrost einige Jahrtausende überspringen.


Wir befinden uns in den Hochkulturen der damaligen Zeit.
Obwohl geografisch viele tausend Kilometer getrennt, entwickelt sich in etwa zeitgleich eine Mode deren Sinnhaftigkeit nur schwer nachzuvollziehen ist.

Die Völker Ägyptens entdecken, dass das menschliche Knochengerüst durchaus formbar ist, wenn man nur genügend hartnäckig bleibt und die Strapazen in frühem Alter beginnt.

Noch im Wachstum befindliche Kinderschädel wurden in einem gepolsterten Holzgestell befestigt und führten zu einem Ergebnis, welches keineswegs zu einer besseren Funktionalität verhalf, sondern rein einem optischen Ideal nacheiferte (siehe Foto).
Die Erkenntnisse der Verformbarkeit der Knochen wurden und werden auch begeistert in Teilen Südamerikas und in China angewendet.
Dort gilt ein deformierter Vorderfuß noch als Inbegriff weiblicher Schönheit.
Diese „Lotusfüße“ (die genaue Prozedur möchten wir Ihnen ersparen) ermöglichten der Besitzerin nur mehr ein Trippeln zur Fortbewegung, welches als anmutig, schick und ausgesprochen weiblich gilt.

Das Idealmaß wird mit 10 cm länge beschrieben (in etwa Schuhgröße 17).
Wenn wir jetzt wieder etwas an Zeit verstreichen lassen und uns im antiken Rom und Athen wieder finden, so ist erkennbar, dass hier das körperliche Idealbild der Summe einer Harmonie aus Körper und Geist zu entspringen scheint.
Eine kleine, wohl geformte Stupsnase verhalf dem Träger zu Anerkennung.
Ausgewogene körperliche Proportionen waren das Maß aller Dinge und um diese zu erreichen, wurde viel Sport betrieben und gesundes Essen empfohlen.

Damit waren die Möglichkeiten aber auch schon erschöpft, dass zum Erreichen des Ideals andere Prozeduren angewandt wurden ist nicht überliefert.
Hier tauchen die ersten Beschreibungen der weiblichen Brust auf, diese hatte, ebenso wie der Kopf möglich klein zu sein.
Ein Ideal, welches sich übrigens im Mittelalter fortsetzt.
Ein kleiner apfelgroßer, aber fester Busen war erstrebenswert und der Grund, warum wohlhabende Dame Ihre Kinder Ammen zum Stillen übergaben.

Und große hängende Brüste waren nicht nur "nicht In" sondern sogar lebensgefährlich, denn sie wurden den Hexen zugeschrieben.


Ein vorzeitiges Ende am Scheiterhaufen aufgrund der Anatomie war also nicht auszuschließen.
Um dem Schönheitsbild gerecht zu werden wurde wieder massiv nachgeholfen.
Bleiplatten auf den Brüsten junger Mädchen und festes Schnüren sollte zum Erfolg verhelfen.

Etwas später tritt zum ersten Mal ein Hilfsmittel auf, welches sich noch heute großer Beliebtheit erfreut – das Korsett.
Nun ja es verhilft zu einer schmalen Taille aber auch zu Kreislaufproblemen, einer unnatürlichen Atmung mit all Ihren Konsequenzen oft auch zu Knochenschäden wie gebrochenen Rippen und Wirbelsäulendeformationen um nur einiges zu nennen.
Den Ernennern des aktuellen Schönheitsideals war es übrigens damals nicht leicht recht zu machen.

Es gab nämlich zwei Ideale – einerseits der bekleidete Zustand.
Eine Wespentaille, straffes gebundenes Haar, blasser Teint (hier wurde oft mit Puder oder einer hochgiftigen Quecksilbertinktur nachgeholfen) und andererseits sollte die Frau im nackten Zustand üppig, weiblich sein so, wie Sie gerne Rubens abbildete.
Nicht leicht zu erfüllen.
Die diversen Ideale beginnen sich zu wandeln und zwar dermaßen vielfältig und in so kurzen Zeitabständen das ein Überblick schwer fällt.
Die Mode als sinngemäßer Übertrag auf den Körper wurde geboren.
Nur für die kurze Zeit eines Kapitels unserer Neuzeit, wir meinen den Nationalsozialismus, ist die Frau wieder auf Ihre „Funktionalität“ beschränkt.Gewünscht werden gesund schlanke Körper die möglichst eines sollen – Kinder produzieren.(Für 8 überreicht der Führer das goldene Mutterkreuz).

Nach dem Krieg war Rundlichkeit angesagt.
Man sollte sehen – uns geht`s wieder gut – die schlechten Zeiten sind vorbei.
Erst in den 60ern gelingt es der Mode den Körperbau zu diktieren.
Ein britisches Modell namens Twiggy erobert den Laufsteg und die Herzen vieler jungen Frauen.
Knochig, mager und ohne sichtbarer Oberweite übernimmt Sie eine Vorbildfunktion, die laut zahlreicher Experten noch heute zu spüren ist.
Es treten zum ersten Mal, bis dato noch unbekannte Krankheitsbilder zutage.
Die Magersucht und die Bullimie.

Ist es Ihnen gelungen mit brutalen Mitteln die letzten Fettreserven des Körpers aufzubrauchen, so werden Sie in Asien, Afrika und der Südsee nur ein unmissverständliches Kopfschütteln ernten, denn hier gilt eine gewisse Körperfülle als Statussymbol.
Dies lässt nur einen Schluss zu:Veränderungen am Körper nicht aufgrund der vorherrschenden Mode, der Gesellschaft oder wie auch immer andern gearteten Umständen und Gründen durchführen lassen.
Hier ist eine gesunde Portion an Egoismus gefragt, denn schließlich hat man die Entscheidung nur vor sich selbst zu verantworten.
Hier möchte ich den Satz eines berühmten Psychoanalytikers zitieren: “Man hat im Prinzip immer nur 2 Möglichkeiten, man kann es sich selbst recht machen oder jemand anderem, beides probiert-kein Vergleich“.

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