femmestyle Schönheitschirurgie

Die Haut und ihre möglichen Falten

Die Haut und ihre Falten

Die Haut und ihre Falten


Die Haut und ihre Falten

Die Haut des Menschen ist das größte und am kompliziertesten aufgebaute Organ.
Bis zu zwei Quadratmeter groß und ca. 10 Kilo schwer.

Ihre wichtigsten Aufgaben sind der Schutz vor dem Eindringen schädlicher Substanzen und schützt den Organismus vor dem Auskühlen.

Sie besteht aus drei Schichten:

Oberhaut (Epidermis): wirkt wie ein Schutzschild (durch abgestorbene Hornzellen, welche dachziegelartig übereinander liegen und ein dünner Film aus Schweiß und Fett) und
Verhindert, dass Feuchtigkeit von innen verdunstet und Wasser und Keime von außen nicht eindringen können.

Lederhaut (Dermis): besteht aus einer dicken, gallertigen Masse, in der Blut- und Lymphgefäße und die Nerven verlaufen.
Außerdem liegen hier die Elastin- und Kollagenfasern, welche für die Geschmeidigkeit und Elastizität wichtig sind.

Unterhautfettgewebe (Subcutis): ist ein Netz aus Bindegewebe und dazwischen eingelagerten Fettzellen.
Dieses Gewebe - durch das unterschiedliche Größenwachstum nicht immer Grund zur
Freude – hält die Organe warm und wirkt als Stoßdämpfer.

Die unterschiedlichen Produkte zur Bekämpfung altersbedingter Falten!

Die Glättung aus der Tube:
Alle in Drogeriemärkten und Parfümerien erhältlichen Cremes und Salben sind zur
äußerlichen Anwendung, zur Reinigung, Pflege und Beeinflussung des Aussehens
bestimmt.
Sie dürfen die physiologischen Vorgänge der Haut nicht beeinflussen, sonst wären es Arzneimittel und diese sind rezeptpflichtig.


Vitamin-A-Säure:
Vitamin A (Retinol) ist für den Aufbau und die Erhaltung der Haut und Schleimhäute unentbehrlich.
Es ist in tierischen Produkten und auch in vielen Pflanzen (als Vorstufe Karotinoide) enthalten.
Bei Behandlung mit Vitamin-A-Säure Produkten verdickt sich die Oberhaut, die Bildung der Hyaluronsäure wird angekurbelt und die Feuchtigkeit kann besser gehalten werden (diese Fähigkeit geht im Alter leider etwas verloren).
Dadurch sieht die Haut praller und geringer pergamentartig aus.
Die Pigmentflecken werden geringer und die Haut wird etwas rosiger, da die Bildung der feinen Blutgefäße in der Lederhaut angeregt wird.

Die Präparate sind alle rezeptpflichtig. Es empfiehlt sich, sich von einem Dermatologen beraten zu lassen, da am Anfang der Behandlung nur geringe Konzentrationen verwendet werden dürfen.
Es wird empfohlen, am Anfang nur jeden zweiten Tag die Creme dünn aufzutragen und erst nach ca. drei Wochen auf einmal täglich zu steigern.
Die Behandlung kann 6 Monate durchgeführt werden.
Die Erfolge, die damit erzielt werden, sind allerdings eher bescheiden (lt. einer amerikanischen Studie: nach 6 Monaten bei 30 Prozent eine leichte Verbesserung, bei 35 Prozent eine minimale Verbesserung und bei 35 Prozent keine).

Es sollte während der Behandlung eine Feuchtigkeitscreme und ausreichend Sonnenschutz verwendet werden, da die Haut empfindlicher gegen Sonneneinwirkung ist.

Es kommt häufig zu trockener schuppender Haut, Juckreiz, Spannungsgefühl, Hautreizung und Hautrötung.
Sollte eine dieser Symptome auftreten, muss die Behandlung bis zum Abklingen dieser Symptome unterbrochen werden.

Fruchtsäuren:
Wird aus Früchten (Äpfel, Trauben oder Zitronen) oder aus Milch und Zuckerrohr gewonnen.
Das Wirken und die Behandlung sind ähnlich der Vitamin-A-Säure, hier kommt es allerdings
auf die Zubereitung an. Nicht die Konzentration ist hier ausschlaggebend, sondern der ph-Wert des Präparates.
Je niedriger der ph-Wert, desto intensiver die Wirkung (niedriger ph-Wert kann leichter in die Haut eindringen).
Am wirksamten scheint die Glykolsäure zu sein. Ihre kleinen Moleküle können offenbar am leichtesten dorthin vordringen, wo sie ihre Wirkung entfalten sollen.
Am Beginn der Behandlung sollte die Creme nur jeden zweiten Tag aufgetragen werden.
Wenn die Creme gut vertragen wird, kann sie jeden Tag aufgetragen werden und mit der Zeit kann man auf höhere Konzentrationen umsteigen.
Die Behandlung sollte nicht länger als drei Monate durchgeführt werden.
Es sollte während der Behandlung eine Feuchtigkeitscreme und ausreichend Sonnenschutz verwendet werden, da die Haut empfindlicher gegen Sonneneinwirkung ist.
Es kann ebenfalls zu Hautirritationen mit Juckreiz, Brennen, Hautrötungen und Spannungsgefühl kommen.
Bei der Behandlung mit Fruchtsäure kann auf jeden Fall ein länger andauernder Effekt erzielt werden.


Hormone:
Vor und auch während der Behandlung ist unbedingt ein Hormonstatus (Blutuntersuchung)
notwendig, da die Hormone ständigen Schwankungen unterworfen sind.
Die Salbe, welche entweder Östradiol oder Östriol (beides Östrogene) enthalten, wird in der Apotheke eigens angerührt und bewirkt, dass die Fältchen abflachen und die Haut feinporiger und fester wird.
Die Östrogensalbe wirkt positiv auf die Produktion der Kollagen- und Elastinfasern und damit auf die Festigkeit der Haut.
Die Haut wird zarter und rosiger und ist in der Lage, mehr Flüssigkeit zu speichern.

Die Salbe sollte einmal täglich, für ca. drei Monate aufgetragen werden.
Danach wird eine weitere Behandlung mit dem Arzt abgesprochen.

Es kann auch zusätzlich eine Iontophorese-Behandlung durchgeführt werden.
Dazu wird eine Spezialmaske auf das Gesicht der Patientin gelegt, durch den galvanischen Strom, kann die Hormonsalbe tiefer in die Haut eindringen.
Die Maske wird für 20 Minuten belassen, danach ist das Gesicht für einige Stunden gerötet.
Es empfiehlt sich, die Behandlung für drei Monate, zwei Sitzungen pro Woche, durchzuführen.

Fruchtsäure-Peelings:
Sie werden zur Korrektur von feinen Fältchen und Pigmentflecken und zur Behandlung
aknebedingter Narben angeboten.
Ein solches Peeling sollte nur von einem dazu befähigtem Arzt durchgeführt werden.
Vom Laien durchgeführt kann es zu Schäden an der Haut kommen, z.B. zu Verätzungen mit Blasenbildung.
Die Vorbehandlung mit Fruchtsäurecremen sollte ca. zwei Wochen vor dem Peeling begonnen werden.
Der ph-Wert der Haut sinkt und die oberste Hornschicht wird abgestoßen. Dadurch dringt die Peeling-Substanz besser und gleichmäßiger in die Haut ein.
Vor der Behandlung ist eine gründliche Reinigung des Gesichts erforderlich. Anschließend wird die Säure mit einem Wattestäbchen aufgetragen und nach wenigen Minuten mit
Natriumbicarbonat neutralisiert und unwirksam gemacht.
Eine Sitzung dauert ca. 20 Minuten und der ph-Wert sollte bei der ersten
Behandlung über 2,0 sein.

Nach dem Peeling wird die Haut mit Eismaske beruhigt, dadurch werden mögliche Schwellungen verringert. Die Haut ist bis zu 24 Stunden gerötet, gespannt und brennt auch.
Das Ergebnis kann verbessert werden, wenn nach dem Peeling eine mehrwöchige Nachbehandlung mit Fruchtsäurecremes erfolgt.

Chemisches Peeling:
Der Unterschied zu Fruchtsäurepeelings besteht darin, dass diese Substanzen (Trichloressigsäure, Phenol) tiefer in die Haut eindringen und Fältchen, Altersflecken und Narben zum Verschwinden bringen.
Sie sind effektvoller als Fruchtsäurepeelings aber auch die Nebenwirkungen sind stärker.
Es kann, wenn unsachgemäß angewendet, zu Problemen an Herz und Nieren (wenn es in die Blutbahn gerät) kommen.
Wenn Sie zu tief in die Haut eindringen, kann es zu bleibenden Narben (durch Verätzung) kommen.
Die Vorbehandlung beginnt 4-8 Wochen, wieder mit Fruchtsäurecremen, damit die obersten
Hornzellen abgestoßen werden.
Die Behandlung wird in einem Dämmerschlaf oder Narkose durchgeführt, da die Schmerzen
sehr stark sind.
Das Gesicht wird wieder sorgfältig gereinigt, dann wird mit Wattepads die Säure dünn aufgetragen und ca. 30 Minuten belassen.
Als Reaktion auf die Verätzung zeigen sich Schwellungen, Rötungen, die Haut brennt, nässt und ist extrem empfindlich - eine Wunde!
In den ersten Tagen darf das Gesicht nicht gewaschen werden, keine Seife, keine Pflegeprodukte, nicht an den Krusten kratzen.
Nur kühle Kompressen auflegen und von allem fern halten, was die Wunde in Ihrem Heilungsprozess stören könnte.
Nachdem das Gesicht für einige Zeit eine offene Wunde darstellt, muss sie vor jeglicher
Infektion geschützt werden (vor allem Herpes-Simplex-Viren, Erreger von Fieberblasen).
Eine Ansiedelung von Bakterien oder Viren können schwere Infektionen hervorrufen.
Es kann auch eine Antibiotikatherapie begonnen werden.

Ob sich der Aufwand gelohnt hat, werden sie erst nach dem völligen Abschluss des Heilungsprozesses beurteilen können. Das wird allerdings ca. 3 Monate dauern.

© 2014 femmestyle zum Thema Hautfalten entfernen